Porträt des Gregor Baci

Quelle

Anonym – „Gregor Baci“ – um 1550

Wikipedia zu Gregor Baci

Der Überlieferung zufolge handelt es sich beim Dargestellten um den ungarischen Edelmann Gregor Baci [ung. Gergely Paksy], der, nachdem ihm beim Turnier eine Lanze ins rechte Auge gedrungen war, der Legende nach geheilt wurde. Im Inventar von 1621 wird er als ungarischer Husar bezeichnet, der sich im Kampf gegen die Türken diese Verletzung zugezogen hat. Bei den Portraits außergewöhnlicher Menschen galt das Interesse des Sammlers, Erzherzog Ferdinands II., nicht dem Gemälde als Kunstwerk, sondern dem dargestellten Menschen, seiner besonderen Bestimmung und seinen Taten. Jenen Eigenschaften eben, die ihn zur Berühmtheit machten und vom durchschnittlichen Regelmaß abhoben. Dieser Wunsch, den ganzen Menschen in seinen Taten für die Nachwelt zu bewahren, war ja auch die Triebfeder für das Sammeln von Waffen und Rüstungen berühmter Herrscher in seiner Heldenrüstkammer.

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